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Gamaschen anlegen: So geht`s!

Gamaschen sind wichtig, damit du dein Pferd für gefährlichen Verletzungen schützt. Damit der Beinschutz auch wirkt, müssen die Gamaschen natürlich richtig angebracht werden. Mit ein bisschen Übung ist das gar nicht so schwer. Ich zeige dir ein paar Grundregeln, die für die meisten Gamaschen-Modelle angewendet werden können. Bitte beachte, dass es einige Gamaschen gibt, die eine spezielle Anwendung benötigen (z.B. Transportgamaschen).

Merke: Die Gamaschen dürfen weder drücken, noch scheuern, aber auch nicht zu lose sitzen, da sie sonst verrutschen würden. Gamaschen die zu fest sitzen (oder auch Gamaschen, die vergessen wurden abzunehmen), stören die Durchblutung und den Lymphfluss im Gewebe und können zu dauerhaften Schäden führen. Am Pferdebein sieht man dann häufig diese weißen Stellen, welche durch nicht sachgerechten Gebrauch von Gamaschen entstanden sind. An den zerstörten Gewebestellen wachsen als Ergebnis die Haare weiß nach, ähnlich wie bei einem Satteldruck.

 

 

Verstärkungen kommen nach innen, Klettverschlüsse oder Schnallen nach außen

Die Verstärkung der Gamaschen (bei Löffelgamaschen), kommen immer nach innen, so dass hier ein Eigenschutz für das Pferd entsteht und sich die Schnallen durch Reibung und Streifung beim Laufen nicht öffnen können.

Bei klassischen Sehnenschonern (Hartschalengamaschen) gehört das breitere Ende auf den Fesselkopf

Bei Sehnenschonern gehört das anatomisch geformte Ende bzw. das breitere Stück auf den Fesselkopf. Auch bei Löffelgamaschen, ist die Form ungleichmäßig, so dass diese Ende hier über den Fesselkopf kommt. Der Schnitt sorgt dafür, dass die Gamasche sich ideal um den Fesselkopf des Pferdes schließt.

Die Gamaschen dürfen nicht scheuern

Achte darauf, dass die Gamaschen nicht scheuern. Das kann passieren, wenn dein Pferd beispielsweise an Überbein hat, oder wenn die Gamaschen zu lang für das Röhrbein sind. Das Karpalgelenk muss immer frei bleiben und die Gamaschen dürfen das Pferd nicht in der Bewegung einschränken.

Klettverschlüsse oder Schnallen zeigen nach hinten oder unten

Gamaschen werden immer so angelegt, dass die oberste Schicht des Klettverschlusses nach hinten zeigt. Falls deine Gamaschen Schnallen statt einen Klettverschluss haben, zeigen diese auch immer nach hinten. Das soll verhindern, dass das Pferd die Gamasche durch streifen öffnet. Eine Gamasche, die beim Reiten verrutscht, kann das Pferd in Panik versetzen. So können schwere Unfälle wie Stürze passieren. Deshalb solltest du die Gamaschen auch nicht zu locker am Bein anbringen. Sie müssen fest sitzen und ein Verrutschen muss verhindert werden. Wende einen ordentlichen Zug an, aber übertreib es natürlich nicht. Es sollte nicht mit roher Gewalt erfolgen.

Kontrolliere im Anschluss ob alles gut sitzt. Wenn sich die Schnallen verschieben lassen, ist das ein Zeichen dafür, dass du die Gamasche nicht fest genug angebracht hast und du solltest sie noch einmal fester schließen. Die Gamasche darf aber auch nicht quetschen. Ein Zeichen dafür sind beispielsweise plötzlich sichtbare Blutgefäße am Pferdebein. Dann solltest du die Gamasche sofort lösen!

Ein Tipp zum Schluss: Gewöhne dir am besten an, jedes Mal bevor du den Stall verlässt noch einmal einen Kontrollbrlick in die Pferdebox zu werfen und kontrolliere ob die Gamaschen auch tatsächlich nach dem Reiten abgemacht wurden. Dies wird schnell zur Routine und verhindert einen Schaden am Pferdebein durch vergessene Gamaschen.


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